Die Clownausbildung

Clown ist wohl einer der wenigen Berufe, bei denen die weibliche und männliche Berufsbezeichnung gleich ist. Der Beruf selbst ist schon relativ alt, gewiss ist er auch mit Schauspielern vergleichbar, wie es sie bereits zu Zeiten der Römer gab, aber ursprünglich kommt der Clown aus dem Mittelalter und wurde von den Narren bzw. den Hofnarren abgeleitet.
In Italien entwickelte sich im 16. Jahrhundert aus dem Berufsschauspiel die ersten Clown-Figuren wie zum Beispiel der Harlekin. Mitte des 19. Jahrhundert entstand dann der erste Zirkusclown mit dem "Dummen August" und trat seinen Siegeszug um die Welt an.
Clowns sind heute Artisten, die durch Späße, übertriebene Naivität und Tollpatschigkeit sowie artistische Einlagen ein Publikum zum Lachen bringen wollen.
Ihr Arbeitsplatz ist dabei oftmals ein Zirkus, ein Theater, eventuell eine Kleinkunstbühne, die Straße bei kommunalen Festen oder eben ein Krankenhaus.

 

Warum eine Clown-Ausbildung:

Damit man Menschen die Möglichkeit gibt, sich neu zu entwickeln. Wer Emotionen nicht darstellen kann, der sollte jedoch nicht als Clown tätig werden, denn ein schauspielerisches Talent ist dafür unbedingt notwendig. Der Auftritt vor vielen Menschen und dabei im Mittelpunkt zu stehen, erfordert ein gutes Selbstbewusstein und ist oft mit einem Hang zur Selbstdarstellung verbunden.
 

Und für mich ist es ganz, ganz wichtig dieses Lachen weiter zu verbreiten, ich gründete eine Clownschule, damit es immer mehr Menschen gibt die anderen Menschen Freude bereiten können und gemeinsam mit anderen zusammen die Freude bei den anderen hervor zu holen ist einfach ein wunderbares Gefühl Menschen zusammenzuführen, miteinander Freude zu erleben. Denn Humor, das Lachen, die Freude hinaustragen nicht die Zeit mit Streit und Hass zu verbringen, sondern die Energie nutzen und mit Menschen etwas gemeinsames Positives erleben einen Blick ein Gespräch ein Lächeln.

 

Ich suche bei jedem Teilnehmer das Spezielle, das sie oder ihn als Clown ausmacht.

Bei den Anmeldungen an meiner Akademie wird der Unterschied der Geschlechter offensichtlich: es haben wesentlich mehr Frauen den Mut, das einmal auszuprobieren. Ich denke, Frauen fällt es leichter, ab einem gewissen Alter und mit einem bestimmten Status Menschen über sich lachen zu lassen, Männer haben eher Schwierigkeiten damit. Dabei gibt es wesentlich mehr berühmte männliche Clowns. (Siehe auch: Der weibliche Clown)

 

Wer als Clown Karriere machen möchte, kann bei mir den Grundstein legen, doch fertig ist man nie: Man lernt sein Leben lang dazu. Doch auch als Hobby oder integriert in den Beruf kann man die Clownerie betreiben: Als Lehrer, Krankenschwester, im Vertrieb oder in der Bank, als Kulturmanager oder Sozialarbeiter, überall lässt sich die imaginäre rote Nase aufsetzten, denn Humor und Lachen gehört zu uns - wir müssen es nur zulassen!

 

 

Wie meine Teilnehmer eine neue Welt für sich entdecken und wie für viele eine Tür für ihr Leben aufgeht:

Die Teilnehmer geben an diesen Wochenenden ihre privaten und beruflichen Rollenmuster auf und machen sich auf die spannende Suche nach ihrem eigenen Clown. Die Verwandlung beginnt mit dem Aufsetzen der roten Clownnase. Mit gezielten Übungen und Techniken aus der Theaterpädagogik und der Clownerie werden Ausdruck und Kreativität gefördert. Spielerisch entwickeln die Schüler eine eigene Gestik und Mimik, erfinden eine eigene Sprache und zeigen verborgene Talente.

Die Erfahrungen, die alle Teilnehmer mitnehmen, werden dann in ihren beruflichen Alltag integriert, denn auch als Führungskraft muss man nicht alles so ernst sehen.

 

Für alle ist es eine Entdeckungsreise, die manchmal auch auf professionelle Bühnen führt. Viele entscheiden sich aber auf dieser "Reise" dafür, den Clown als Medium zu nutzen, um bedürftige Menschen zu erreichen und ihnen Freude zu schenken, sei es Kindern oder Erwachsenen. Was für alle gilt: Niemand wird darum herum kommen, sich auf diesem Weg intensiv mit sich selber zu beschäftigen.

Jeder Teilnehmer kann in seinem Tempo und gemäß seiner Motivation seinen eigenen Clown kreieren und sich vom Clownanfänger zum Clownprofi entwickeln.

Er wird auf seine Aufgaben in Krankenhäusern, Altenheimen und Einrichtungen für behinderte Menschen vorbereitet. Je nach dem, mit wem ich arbeite (Jugendliche oder Erwachsene, "Freiwillige" oder "Unfreiwillige", in einer Klinik oder in einer Schule, etc.), gibt es unterschiedliche Voraussetzungen bezüglich Clownarbeit.

 

Darüber müssen sich meine Schüler auch Gedanken machen:

Kinder lieben Geräusche, Jugendliche finden die rote Nase blöd und mit Senioren darf man auch mal flirten. Und traumatisierte Kinder erzählen dem Clown manchmal mehr als den Ärzten und Therapeuten. Damit muss ein Clown aber auch umgehen können!

 

In der akademie wick werden die notwendige Sensibilität, Intuition, Ruhe, Kommunikation und Authentizität gelernt, denn das alles muss auch geübt werden. Szenen werden nachgestellt, heikle Situationen besprochen und die Reaktionen des Clowns mit Fingerspitzengefühl geprobt. Fundiertes Hintergrundwissen und praktische Einsätze runden die Ausbildung ab und bereiten auf die Arbeit als Klinikclown vor. Durch die Hospitation lernen die Schüler die Realität, das wahre Leben, denn ein Klinikclown hat kein Rezept, der Humor als Lebenselixier und als Therapie wird situativ eingesetzt: Das Leben ist voller Überraschungen!

 

Es werden die Grundkenntnisse in der Ausbildung vermittelt: über die Figur des Clowns, Gänge, Gestik, Mimik, Spontaneität, Komik des Körpers, Lust am Scheitern, Wahrnehmung und Umsetzten der Situationen in humoresken Szenen.

 

Gewohnte Bahnen sollen verlassen und alle Sinne angeregt werden, damit Neues Platz bekommt und staunen lässt. Überzeichnen, Steigern und Verzerren von Bewegungen, Handlungen oder mit der Stimme sind gute Mittel, um sich selbst und andere überraschen zu können. Gegensätze werden ausprobiert, sowohl körperlich wie auch emotional. Die Bewegungen werden mit Emotionen gefüllt, die sich dann plötzlich ändern dürfen: von langsam zu schnell, von traurig zu wütend, von spitz zu rund, von König zu Untertan, etc.. Scheitern ist erwünscht und soll Spaß machen. Mir persönlich gefällt es am besten, wenn es keine großen Aktionen braucht, sondern die Faszination im Kleinen, Einfachen versteckt liegt.