Mitarbeiterseminar "Helfer mit Humor"

Humor als Therapie

Humor unter Kollegen

Selbst wenn die meisten meinen, das Gesundheitswesen biete kaum Anlass zur Heiterkeit: Nicht nur für Patienten ist Lachen die beste Medizin, auch dem Personal kann ein Funken Humor nicht schaden. In Krankenhäusern gibt es viele belastende Situationen. Wenn Humor als Kommunikationsmittel eingesetzt wird, steht er als eine mögliche Bewältigungsstrategie für die eigene Psychohygiene zur Verfügung. Humor kann tatsächlich ein wesentlicher Stresskiller sein und als echtes Ventil in allzu hektischen Situationen dienen, denn er fördert ein positives Teamklima und wirkt so dem Burnout entgegen.

 

Humor als Therapie

Humor, Kreativität und Charme können kein Ersatz für Fachkompetenz sein, sie sind aber die beste Ergänzung. Humor ist das Gegengift zum Ernst des Lebens und deswegen gerade dort besonders wichtig, wo wir scheinbar nicht mehr viel zu lachen haben. Er wirkt doppelt – nach innen und nach außen. Geht es mir gut, kann ich damit auch die Menschen, die Humor dringend notwendig haben, beispielsweise Patienten bei Krebserkrankungen, damit anstecken. Es geht nicht darum, die Krankheit einfach wegzulachen. Aber humorvolles Denken und eine humorvolle Grundstimmung verringern die durch körperliche Schmerzen verursachten Ängste oder Sorgen.

 

Humor ist nicht gleich Lachen

Wichtig ist mir die klare Unterscheidung zwischen dem allgemein üblichen Begriff von Humor, der sehr häufig verletzend, destruktiv und auf Kosten anderer geht und des Begriffs des therapeutischen Humors, der für alle „Beteiligten“ als konstruktiv und befreiend erlebt wird. Dieser muss wohldosiert, situations- und personengerecht eingesetzt werden.

Humor kann zum Beispiel auch in Momenten der Trauer Platz haben und spürbar sein. Humor ist therapeutisch im Sinne der Möglichkeit, einen Perspektivenwechsel anzubieten und sich von der als belastend empfundenen Situation zu distanzieren. Dies unterstützt die Lebensqualität und den Heilungsprozess. Es gibt aber besonders in Kliniken ganz viele Situationen, die nicht zum Lachen sind und wo es auch nicht angebracht ist zu lachen. Doch der Humor als Haltung und Lebenskunst kann dennoch stets konstruktiv mitschwingen, und zwar als „Trotzmacht des Geistes“.

 

Inhalt des Seminars

Was macht Humor zu einem so ausgezeichneten Therapeutikum? Hat Humor auch in der Psychotherapie einen Platz? Wie kann ich Humor bei mir selbst stärken und den Patienten vermitteln? Im Seminar lernen die Teilnehmer grundlegende theoretische Ansätze kennen und erlangen Vertrautheit im Umgang mit Humor unter diagnostischer und interventionsorientierter Perspektive. Theoretische Inputs wechseln mit konkreten Übungen, so dass das Gelernte mit dem beruflichen Alltag verknüpft werden kann. Dabei ist auch das Einbringen eigener Erfahrungen der Teilnehmer möglich und willkommen.